I can't believe it!

Schluss mit „ich bin schuldig“

In Mindflow, Stories by Marena

Love it all Philosophie

„Back to the roots – back to me!“

Habt ihr auch oft das Gefühl, egal wie produktiv ihr an einem Tag seid und egal wie viele Punkte ihr von euren Listen abarbeitet... Irgendwas bleibt immer liegen? Und das nervt. Denn darauf folgen die Vorwürfe an sich selbst. Was hätte man doch nicht alles schlauer, besser, schneller oder halt eben einfach anders machen können. Es ist eine Sache, die vergangenen Geschehnisse konstruktiv zu reflektieren. Eine ganz andere Sache ist es, sich ausschließlich auf das nicht Geschaffte zu fokussieren. Durch letzteres gerät man oft unwillkürliche in eine innerliche Abwärtsspirale... Und schon fängt das Gedanken-Rad wieder von vorne an zu drehen „hätte, müsste, sollte“? Dann rufen wir euch hier jetzt laut zu „STOP“!

Hört auf euch anzuklagen!

Denn diese Schuldgefühle nutzen euch nichts. Gestern ist vorbei, das morgen kennt ihr nicht und deshalb: bleibt im hier und jetzt!
Und ja – auch wenn ihr es nicht gerne hören wollt: wir sind alle nicht perfekt. Wir alle machen „Fehler“, lassen Dinge schleifen oder liegen, zu denen wir im Moment schlichtweg keine Lust haben. Das passiert euch nicht? Na dann, schaut mal, ob ihr euch nicht vielleicht doch in mindestens einem dieser Beispiele wiederfindet:

I can't believe it!
  • Statt zum Sport zu gehen lieber auf dem Sofa geblieben und die Lieblingsserie angeschaut
  • In der Mittagspause statt der neuen Fachliteratur doch lieber die Vouge gelesen
  • Anstatt Steuerunterlagen gleich richtig abzulegen, alles in einen Karton geschmissen
  • Das Telefon klingeln lassen, um nicht mit der Tante zu telefonieren
  • Seinem Kind gesagt, man müsse unbedingt noch fertig aufräumen, weil man einfach keine Lust hatte, mit ihm zu spielen
  • Den Sparplan wieder über den Haufen geworfen, weil die neue Designerhandtasche einfach SO schön war
  • Kopfschmerzen vorgetäuscht, um früher von einer Party nach Hause und auf’s Sofa gehen zu können

Nun, die Aufzählung ließe sich noch beliebig lang fortsetzen. Wir machen euch aber damit absolut keine Vorwürfe. (Denn wer im Glashaus sitzt, …) Na und? Manchmal bevorzugen wir eben unüberlegte Bequemlichkeit! Aber an dieser Stelle sei zu betonen, was uns unser alter Bio-Lehrer vehement eingebläut hat, „Die Dosis macht das Gift!“. Und das trifft hier besonders zu. Denn wer stets alles aufschiebt und sich nur noch Zuhause verkriecht, wird auch nicht glücklicher. Um den richtigen Mittelweg zwischen gekonnter Prokrastination und absoluter Effizienz zu finden, hilft es die sich vorgenommenen Dinge zu unterteilen:

Wichtig Vs. Dringend?

Folgende Methode zum Einteilen und Erledigen von Aufgaben haben wir bei einem Seminar des Motivationscoaches Steffen Kirchner kennengelernt. Ihr erstellt zwei Listen: Erst eine mit jenen Dingen/Aufgaben, die euch wichtig sind. Danach eine weitere mit Dingen/Aufgaben, die zeitnah zu erledigen sind. Um welche Sachen kümmert ihr euch hauptsächlich in eurem Alltag? Uns fiel auf, dass wir uns meist von einer dringenden Aufgabe zur nächsten hetzen und dabei meist die für uns persönlich wichtigen Dinge aus dem Blick verlieren. Genau das wollte uns der Motivationstrainer damit auch bewusst machen. Laut ihm sollen wir uns aber nicht nur um die dringenden Dinge kümmern, sondern auch täglich intensiv um mindestens 1-2 wichtige Punkte! Auf seinem Blog spricht er hier sehr passend von dem Entkommen aus dem „Hamsterrad des Funktionieren“. 

Betrachtet eure beiden Listen nochmal etwas objektiver und schaut ob euch ein Unterschied auffällt… Welche Aufgaben macht ihr für wen? Etwas spezifischer: Was davon macht ihr nur für euch, weil es euch wirklich am Herzen liegt? Denn meist ist es der Fall, dass man Wichtiges für sich selbst macht und Dringendes wiederum für andere. In welcher Reihenfolge dann was erledigt werden soll, dafür gibt es leider kein Geheimrezept.

Wieviel Raum bleibt für Bequemlichkeit?

Und wenn ihr jetzt denkt, dass ihr vor lauter wichtigen und dringenden Aufgaben ja gar nicht mehr zum Ausleben euerer Bequemlichkeit kommt, dann liegt ihr falsch! Was ihr nicht vergessen dürft, Dinge, wie zum Beispiel einfach mal nichts tun, einen Abend auf dem Sofa verbringen, sich vor dem Fernseher einmummeln oder auch sich mal was beim Einkaufen gönnen… Diese Dinge macht ihr für euch selbst und damit gilt:
Was haben wir eben gelernt? Genau! -> Die sind WICHTIG! 

„Ja, ich bin mit einer Ausrede früher nach Hause gegangen, weil ich keine Lust mehr hatte auf der Party zu bleiben. Weil ich einfach gerne nach Hause und auf mein Sofa wollte.“
Dann sagt euch ehrlich: „Okay, war unnötig, zu schwindeln, aber das kann passieren.“ Aber Achtung! Wenn ihr regelmäßig jegliche Feier wegen eines Abends auf dem Sofa früher verlasst oder ständig andere Ausreden benutzt – dann solltet ihr euch einmal in Ruhe hinsetzen und überlegen, warum ihr lieber zu Hause auf dem Sofa liegt und Fernsehen schaut, anstatt mit Freunden Zeit zu verbringen. Vielleicht ist es gar nicht die richtige Freundesgruppe? Auch das kann sein. Und auch dafür muss man sich dann nicht schuldig fühlen. Überlegt in Ruhe, wozu ihr in eurer Freizeit Lust habt. Hierbei kann die „Wichtig“-Liste von zuvor hilfreich sein, oder diese wird dadurch sogar noch erweitert. Vergleicht das nun mit eurem Ist-Zustand. Klar gibt es immer Dinge, die wir in dem Moment aus bestimmten Gründen nicht umsetzten können. Aber welche Gründe sind akzeptabel, um etwas, was einem persönlich wichtig ist, wieder zu verschieben? 
Beispielsweise würdet ihr gerne in die Oper gehen, aber keiner eurer Freunde hat Lust dazu? Nun, in die Oper kann man zunächst auch mal alleine gehen. Genießt einfach die Zeit allein in der Pause, gönnt euch ein schönes Glas Wein und beobachtet den Trubel um euch herum. Oder ihr möchtet mit Segeln anfangen und keiner hat Zeit für den Kurs? Fragt in der Segelschule nach, ob es Segelpartner gibt, mit denen man sich zusammen tun kann. Es ist wichtig, euer Glück und/oder das Erreichen euerer Ziele nicht von anderen abhängig zu machen. Auch wenn man, um Dinge alleine zu machen, dabei erstmal über seinen eigenen Schatten springen muss. Im Nachhinein werdet ihr euch gut fühlen und bestimmt auch ein bisschen stolz darauf sein. 😉

Einen weitern Konfliktpunkt haben wir oft mit uns selbst, wenn wir anderen absagen, eben um was für uns zu tun. Setzt Prioritäten: Ist es eine einmalige Feier, ein besonderer Anlass? Dann geht hin, genießt ihn und gönnt euch am nächsten Tag Zeit für euch. Sind es Bekannte, und die Feier „alltäglich“? Dann gönnt euch ein „Me-Time“. Lernt „Nein“ zu sagen und steht dann auch zu eurem „Nein“. Genießt die Zeit mit euch, eurem Hobby oder euren persönlichen Projekten.

Stay positive - stay motivated!